Ich sah hier die Chance, meine Erfahrung mit Hundezellen mit entwicklungsbiologischen Fragestellungen zu verbinden. Schnell entstand die Idee, die enormen phänotypischen Unterschiede verschiedener Hunderassen, etwa die Rutenlänge (als Folge der Anzahl an Schwanzwirbeln), in einem Zellkulturmodell abzubilden. Genetische Mutationen beeinflussen hierbei die natürliche Rutenlänge, wie etwa bei Bulldoggen.
Im „Elbflorenz“ Dresden untersuche ich in meinem Schrödinger-Projekt nun, ob bestimmte Mutationen die Periode der Segmentation Clock des Hundes verändern und so die Architektur der Wirbelsäule, und damit auch die Rutenlänge, beeinflussen könnten. Grundlagenforschung bietet dabei das Privileg, Phänomene als Erster zu beobachten – so auch die Oszillation der Segmentation Clock beim Hund.